

Wellen entstehen durch Tiefdruckwetterlagen weit draußen im Meer. Ähnlich wie beim Fallenlassen eines Gegenstandes in ein Wasserbecken breiten sich Wellen in kreisförmigen Bewegungen aus und können Hunderte und Tausende von Kilometern zurücklegen, bevor sie auf Land oder seichtes Wasser treffen. Letzteres wird als “Brechen” bezeichnet und ist das, was unser Surferherz höher schlagen lässt.
Wellen brechen in der Regel in Gruppen, die Surfer als “Sets” bezeichnen. Wellengruppen gibt es in allen Formen und Größen: Sie können im Abstand von nur wenigen Sekunden oder bis zu dreißig Minuten auftreten und kommen in der Regel zu dritt, viert oder öfter hintereinander am Strand oder Ufer an. Wellen eines Sets sind in der Regel größer und kräftiger als Wellen, die zwischen Sets auftreten.
Es gibt drei verschiedene Arten von “Wellen”, unter Surfern auch “Breaks” genannt, die jeweils durch den Untergrund definiert sind, auf dem sie brechen. Es gibt Beach Breaks, Reef Breaks und Point Breaks.
Eine Welle wird als “Beach Break” bezeichnet, wenn sie von tiefem zu flachem Wasser über einen sandigen Meeresboden bricht. Diese Art von Wellen eignet sich am besten für Surfanfänger, da sie in der Regel mit etwas geringer Wucht brechen als über einer “Reef Break” und daher für Surfanfänger leichter zu surfen sind. Obwohl Beach Beak Wellen in der Regel kurz sind, ist das Risiko einer ernsthaften Verletzung relativ gering, da man auf einen sandigen Boden fällt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass alle “Beach Breaks” leicht zu surfen oder dass die Wellen wenig Power haben. Einige der größten und stärksten Wellen der Welt sind Beach Breaks, wie z. B. der Big-Wave-Spot in Portugal, Nazare. Ein gutes Beispiel für einen häufigeren Beach Break ist außerdem Hossegor im Südwesten Frankreichs, ganz in der Nähe unseres Surfcamps in Moliets.

Bei “Reef Breaks” bricht eine Welle über einem Korallenriff oder über felsigen Meeresboden. Diese Art von Welle ist normalerweise eher für fortgeschrittene Surfer geeignet, da sie oft schnell und mit mehr Kraft bricht als eine Beach Break in flacherem Wasser. Abhängig von der Form des Riffs und davon, wie schnell sich die Wassertiefe von tief zu flach ändert, können jedoch Wellen aller Formen, Größen und Stärken entstehen.
Bei den meisten Reef Breaks brechen die Wellen aus der Tiefe des Meeres auf ein flaches Riff und erzeugen eine Welle, die einen schnellen und kraftvollen Pop-Up auf dem Surfbrett erfordert. Ein gutes Beispiel dafür ist die berühmte Welle Pipeline auf Hawaii. Vorsicht ist beim Surfen von Reef Breaks geboten, denn wenn du vom Surfbrett fällst und auf dem Meeresboden landest, dann können die scharfen Korallen schon mal tiefe Kratzer hinterlassen.

Bei einer Point Break bricht die Welle auf und entlang einer felsigen Spitze und erzeugt eine Welle, die sich nur in eine Richtung bewegt. Point Breaks gehören oft zu den längsten und besten Wellen. Einige Point Breaks in Afrika und Südamerika können über 3 km lang gesurft werden. Sie eignen sich perfekt, um das Surfen zu perfektionieren, da sie in der Regel lange Rides auf der Welle ermöglichen, die sich perfekt zum Üben von Turns oder dem geradeaus surfen eignen.
Ein gutes Beispiel für eine berühmten Point Break ist der Anchor Point in Marokko, der sich ganz in der Nähe unseres Surfcamps in Tamraght befindet. Point Breaks sind perfekt für fortgeschrittene Surfer, die den Bottom Turn beherrschen und seitwärts auf einer Welle surfen können.

Die längste jemals gesurfte Welle ist die brasilianische Flusswelle Pororoca. Sie wurde von einem einheimischen Amateursurfer über eine Strecke von 10,1 Kilometern (6,3 Meilen) geritten. Wetten, dass er danach Muskelkater in den Beinen hatte!