Nachdem ich schon drei abenteuerreiche und unvergessliche Surfurlasube mit Star Surf Camps genießen durfte, war für mich schon länger klar, dass ich diesen Winter ihr neues Surfhaus aus Fuerteventura besuchen werde. Meine Hauptbeschäftigung im relaxten El Cotillo war natürlich das Surfen. Die Wellenbedingungen waren richtig gut und das Wetter einfach nur fantastisch. Nachdem ich eine Woche durchgehen am Paddeln und Surfen war, spürte ich jedoch jegliche Muskelfasern und entschied mich für einen freien Tag.
Schon bevor ich nach Fuerteventura gekommen bin wurde mir der Strand Ajuy wärmstens empfohlen und stand somit neben der Vulkanwanderung und den Lobos-Insel an oberster Stelle meiner Fuerteventura „Bucket-list“. Zusammen mit vier anderen Abenteuer-begeisterten Gästen der Lodge mieteten wir direkt in el Cotillo ein Auto und fuhren los. Bevor wir aber die Route nach Ajuy einschlugen, machten wir noch einen morgendlichen Abstecher zu den Wanderdünen el Jable südlich von Corralejo. Am Nachmittag trifft man da oft auf viele Touristen, darum empfehle ich euch vor dem Mittag dahinzufahren.
Über den Vorort von Puerto del Rosario gelangten wir dann ins Inselinnere. Nächster Halt: Betancuria. Jedoch wurden wir auf dem Weg dahin noch kurz aufgehalten von den sehenswürdigen Statuen von Ayose und Guize, den ehemaligen Königen des Nordens respektive Südens von Fuerteventura. Dabei handelt es sich um einen Aussichtspunkt, welcher einen tollen Ausblick über die Landschaft bietet. Allerdings sollte man windfeste Kleidung dabei haben, denn es weht dort eine recht kühle Brise. (Anscheinend ist es auch nicht erlaubt, die Statuen zu besteigen. Dies wussten wir zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht.
Betancuria war eine sehr schöne Überraschung. Wie in einer Oase blühen dort saftig grüne Pflanzen und farbige Blumen, was man sonst auf der Insel fast nie zu Gesicht kriegt. Das Restaurant und Kaffeehaus „Casa Santa Maria“ erinnerte uns ein wenig an Bali und bietet eine schöne, angenehme Alternative zu den sandigen Hügeln. Nach Kaffee und Kuchen schlenderten wir durch die wenigen Gassen Betancurias und fuhren dann weiter Richtung Pájara. Die Strasse wird auf dieser Strecke teilweise sehr schmal und kurvenreich. Wenn jedoch vorsichtig und langsam gefahren wird, besteht kein Grund zur Sorge.
Wiederum machten wir Halt bei einem atemberaubenden Aussichtspunkt, wo man schon fast bis nach Ajuy blicken konnte. Die steilen Felsen und unberührte Natur haben uns sehr gefallen und somit sind wir da solange verweilt bis uns ein paar chipmunks Gesellschaft geleistet haben. Pájara war ebenfalls ein niedliches, grünes Dorf, wo wir uns für die Weiterfahrt leckere Sandwiches aus einer Bäckerei besorgt haben obwohl wir schon nach wenigen Kilometern Ajuy erreichten. Das Auto parkiert man am besten oben am Dorf, da am Meer unten meistens alle Parkplätze besetzt sind.
Ajuy besitzt einen schwarzen Sandstrand, welcher sich wunderbar erwärmt in der Nachmittagssonne. Bei Low-Tide kann man in die nahe gelegenen Höhlen runtersteigen. Ein schöner Weg entlang der Klippen führt euch direkt vom schwarzen Strand dort hin. Informiert euch deswegen am besten einen Tag früher wann der perfekte Gezeitenwechsel ist um Ajuy zu besuchen! Die Höhlen sind überwältigend! Nach einem ausgiebigen Nachmittagssnack in einem der Strandrestaurants fuhren wir die Strecke zurück und über das Dorf la Olivia erreichten wir bereits nach circa 90 Minuten und gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang unser schönes El Cotillo.
Wer auf seinem nächsten Surfurlaub in Fuerteventura einen Tag zur freien Verfügung hat, dem empfehle ich wärmstens einen Tagesausflug nach Ajuy! Ein großes Dankeschön noch an meine Mit-Surfurlauber und an die Star Surf Camps Crew – es war ein ganz großartiger Surfurlaub.
Bis zum nächsten Mal,
Janina